Was ist die Krankheit Rheuma?

Eine der häufigen Krankheiten neben dem Haarausfall bei der Frau die mit steigendem Alter immer gängiger wird ist eine rheumatische Erkrankung.

Unter dem medizinischen Begriff Rheuma werden sämtliche schmerzhafte Beschwerden aufgefasst, die den Bewegungsapparat betreffen. Grundsätzlich kann eine rheumatische Erkrankung den gesamten Körper betreffen und ist daher nicht festgelegt auf eine bestimmte Körperregion.

Am Häufigsten betroffen sind jedoch das Bindegewebe, Knochen, Muskeln und in sehr seltenen Fällen auch Organe. Mittlerweile sind der Medizin circa 200 verschiedene Arten von Rheuma bekannt und erforscht, was eine Diagnose häufig erschweren kann, da es darüber hinaus schwierig ist, die vorhandenen Rheuma Symptome auch eindeutig als rheumatische Erkrankung zu klassifizieren. Das liegt vor allem daran, dass die durch den Patienten beschriebenen Schmerzen vielerlei anderer Ursachen haben können, wie zum Beispiel Infekte und einfache Muskelverspannungen.

Ursachen von Rheuma und Krankheitsverlauf

Bei sämtlichen rheumatischen Erkrankungen handelt es sich um Erkrankungen des Immunsystems. Das bedeutet, dass die körpereigene Abwehr versucht, die eigenen Organe, Gewebe und Knochen zu bekämpfen. Dies führt zu starken Entzündungsreaktionen und den häufig beschriebenen Schmerzen. Strittig ist bis heute, wodurch genau Rheuma ausgelöst wird. Ärzte gehen aber inzwischen davon aus, dass die eigene genetische Veranlagung eine Rolle spielen könnte, aber auch immunschwächende Infekte können rheumatische Symptome begünstigen.

Sicher ist sich die Forschung jedoch, dass auch die Lebensweise einen enormen Einfluss auf den Krankheitsverlauf hat. In diesem Zusammenhang konnte bewiesen werden, dass regelmäßiges Rauchen Rheuma sehr begünstigt. Die rheumatischen Beschwerden beginnen meist schleichend und vollziehen sich in Schüben. Das bedeutet, dass es immer wieder Phasen gibt, in denen die Betroffenen längere Zeit beschwerdefrei leben.

Die Patienten klagen häufig über Schmerzen, angeschwollene Glieder, Muskelschmerzen, Wassereinlagerungen, bis hin zu Gelenksverformungen. Von Rheuma betroffen sind alle Altersgruppen, da Autoimmunerkrankungen bereits im Kindesalter auftreten können.

Behandlungsmöglichkeiten

Um eine optimale Behandlung zu gewährleisten ist es wichtig, sich zuerst gründlich von einem Facharzt untersuchen zu lassen. Dieser kann die rheumatischen Beschwerden lokalisieren und dessen jeweiliges Ausmaß feststellen.

Dazu ist zwar ein Gespräch mit dem Patienten notwendig, jedoch sollte immer auch eine umfassende Blutuntersuchung zu Rate gezogen werden. Nur so können Entzündungswerte und Antikörper nachgewiesen werden. In den meisten Fällen wird Rheuma durch Medikamente behandelt.

Die gängigste Behandlung liegt in der Gabe von hochdosiertem Cortison, um die Schmerzen einzudämmen. Häufig empfehlen Ärzte jedoch parallel auch den Gang zum Ernährungsberater und verschreiben Krankengymnastik und lindernde Kälteanwendungen. All dies sind Möglichkeiten, um akute Schübe zu lindern. Um jedoch den Ausbruch und die Häufigkeit zu vermeiden, werden häufig sogenannte Antirheumatika als Basis verordnet. Häufig werden unterstützend zur Therapie auch alternative Heilmethoden, wie Akkupunktur und Pflanzenpräparate eingesetzt.

Hilfen

Viele Betroffene suchen Rat in Selbsthilfegruppen für Rheumapatienten. Es kann hilfreich sein, Erfahrungen auszutauschen und die eigene physischen und psychischen Belastungen, die eine rheumatische Erkrankung mit sich bringt, zu teilen. Trotzdem ist es zwingend notwendig, sich in regelmäßigen Abständen ärztlich untersuchen zu lassen und sich Blut abnhemen zu lassen.

Bei Rheuma handelt es sich um eine ernsthafte Erkrankung, die die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken kann. Aus medizinischer Sicht sind die Symptome jedoch heute gut behandelbar und ermöglichen den Betroffenen ein nahezu beschwerdefreies Leben. Hilfreich kann es dennoch zur mentalen Unterstützung sein, sich Unterstützung in einer Selbsthilfegruppe zu suchen.

Weiteres zu Rheuma finden sich auf: RheumaSymptome.com